Update zur verfehlten Impfpolitik in Wien

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker revidiert das Impfziel hinunter. Im heutigen (31.3..2021) Artikel auf ORF.at1 gibt er zu, dem Nationalen Impfplan tatsächlich nicht zu folgen.

Zitat:

"Geimpft sind ebenso Mitarbeiter in Covid-19-Labors, alle Kontaktpersonen von Schwangeren, die es im März gegeben hat, auch das Bildungspersonal in Schulen und Kindergärten (rund 50.000 Impfungen). Apotheker, Feuerwehr, nicht ärztliche Gesundheitsberufe sind ebenfalls geimpft." In Phase 2 des nationalen Impfplans2 sind zuerst folgende Gruppen zu impfen:

  • Personen im Alter von 65 bis 79 Jahren abgestuft nach Alter und gesundheitlichen Risiken
  • Personen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko gemäß der COVID-19-Risikogruppe-Verordnung

50.000 Impfungen an Personen die kein relevantes Risiko haben zu sterben oder auch nur schwere Krankheitsverläufe zu erleiden, werden damit den risikoreichen Menschen vorenthalten. In Wien sind zum heutigen Tag gerade einmal 30,74% aller über 85-Jährigen geimpft, also ist nicht einmal Phase 1 des Implans abgeschlossen. Wenn es dann zu einem Lockdown, hohen Belastungen der Intensivstationen und Todesfällen kommt, ist das der auch der verfehlten Impfpolitik des Herrn Hacker zu verdanken. 50.000 Impfungen entsprechen 25.0000 vollimmunisierten Menschen und rund 10% der Bevölkerungsgruppe über 85. In dieser Altersgruppe verläuft eine Cov-19- Infektion in ca. 20% aller Fälle tödlich3 (bei Männern rund doppelt so oft wie bei Frauen). In der Altersgruppe 45-54 ist das Risiko zu sterben, wenn man mit CoV-19 infiziert ist nur 0,1%. Also auch wenn es sich zumindest bei den Mitarbeitern in Covid-Labor um möglicherweise tatsächlich exponierte Personen hinsichtlich einer Ansteckung handelt (es ist allerdings anzunehmen, dass diese Gruppen am Arbeitsplatz entsprechend geschützt sind), haben Menschen bei der Feuerwehr wohl eher weniger mit masiven Vorerkrankungen und beeinträchtigter Gesundheit zu kämpfen. Faktenbasierte Politik sieht eindeutig anders aus.

Wenn also die SPÖ-Vorsitzende (zu Recht) Mägel in der Impfstoffbeschaffung kritisiert, sollte sie beginnen vor der eigenen Haustüre zu kehren und die nicht zieldienliche Verwendung der Impfstoffe in einem SPÖ-geführten bundesland ebenfalls kritisieren.

  1. https://wien.orf.at/stories/3097182/
  2. https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwivo-GGxdrvAhVQ3KQKHTXGDY4QFjAAegQIBBAD&url=https%3A%2F%2Fwww.sozialministerium.at%2Fdam%2Fjcr%3A33423c12-3812-4e62-8077-7173b14f7828%2FCOVID-19-Impfplan.pdf&usg=AOvVaw2jfvxR2uMfyehBCVP5w_I7
  3. http://www.logan.at/index.php/authors/wer-wirklich-an-cov-19-stirbt-1 
Das „System Kurz“ – Korruption, Lügen und Freunder...
Lebensgefährder? Hacker und Co.
 

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